Die Frommesstraße und die Bastionsstraße in Lüneburg sind um 1900 bebaut worden. Eine Mischung aus verschiedenen Stilen, von der Neogotik zum Neoklassizistischen wurde hier am damaligen Stadtrand gebaut.

Hier kann man die ursprüngliche Bebauung um 1920, noch ohne Autoverkehr, bewundern. Daneben sieht man die Frommesstraße und die Bastionsstraße im März 09.
Ursprünglich waren die beiden Straßen durchgängig bebaut, aber aufgrund von Senkungsbewegungen mußten im Laufe der Jahrzehnte die Frommesstraße 1-3 und die Bastionsstraße 1-2 abgerissen werden. Danach gab es auf dem Gelände einen Versuch einer Neubebauung, welcher binnen weniger Jahre trotz aufwendiger Gründung auch wieder Senkungsschäden aufwies. Das freistehende Einfamilienhaus ließ, im Gegensatz zum geplanten Neubau, horizontale Bewegungen der Nachbarhäuser zu. Die B.I. befürchtet, dass ein Neubau die Bewegungen im Senkungstrichter nicht aufhalten, sondern sogar verstärken könnte, so dass die Nachbarhäuser in wenigen Jahren auf den Neubau rutschen und in der Folge beschädigt und unbewohnbar werden. Im weiteren wird als Folge steigender Immobilien- undMietpreise die Verdrängung von gewachsenen Sozialstrukturen (Gentrifizierung) befürchtet.
Dagegen hat die B.I. Frommebastion über 1300 Unterschriften gesammelt, und dem Rat der Stadt Lüneburg überreicht.
Trotz aller sachlichen Argumente der Kritiker wollen sich der Investor Jürgen Sallier aus Adendorf und die Fa. Beecken aus Winsen ein Denkmal setzen und eine “unkapputtbare” Betonzeile zwischen die denkmalgeschützten Häuser bauen, ohne Rücksicht auf Verluste. Die Sallier Bauträger GmbH & Co. KG und die Beecken GmbH haben offenbar kein Interesse sich mit den Folgen und Haftungsfragen ihrer Planungen auseinanderzusetzen. Die Immobilien auf dem Gelände und die Straße sind jedoch immer noch in Bewegung.
Eine nähere Erläuterung des geologischen Risikos finden Sie hier: Erdfälle in der Frommestraße
Die US- Amerikanischen AIG- Manager haben über 180 Mrd Dollar an staatlichen Hilfen abkassiert und sich davon dann Boni im Wert von 215 Mio Dollar genehmigt, aber nur 165 Mio davon angegeben.
Das ist Weltklasse
Salier vernichtet eine Straße, schlimmstenfalls ein Viertel, und risliert damit einen Imageschaden.
Das ist Kreisklasse
Das Einzige, was wirklich Klasse hat bei diesem Trauerspiel, ist der Widerstand dagegen.
Herr Sallier, warum hast Du unseren Spielplatz kaputt gemacht?
Liebe Leute von der BI Fromme/Bastionsstraße,
meinen herzlichen Glückwunsch zu eurem informativen Blog.
Macht weiter so! Die Demokratie lebt davon, daß es immer wieder Menschen gibt, die sich einmischen.
Es lebe die Frommestraße und das Viertel!!! Familien, Freunde, Kinder, alte Menschen, junge Menschen, Kreativität, Freude, Spaß, Natur, Kultur, Musik, Lagerfeuer, Umweltschutz.
Kein Platz für aufpolierte Möchtegernmachthaber!!Spendet Eure Millionen für eine gerechte Welt!!!
Wie kann man denn für ein solches Neubauprojekt inmitten der denkmalgeschützten Häuser eintreten, wenn sich sogar der ALA, der für Lüneburg schon so viel geleistet hat, gegen ein solches Projekt ausspricht. Die städtischen Gremien wären gut beraten sich auf diese Kompetenz zu verlassen. Das sind doch die Fachleute, die wissen auf was es in Lüneburg ankommt.
Die Gentrifizierung hat nun also auch das verschlafene Lüneburg erreicht. Von reichen Yuppies, Dinks und Pensionären längst als neuer Vorort von Hamburg entdeckt, machen sich nun auch Lüneburger Politiker (Teile der Grünen mit eingeschlossen) an die Arbeit und verdrängen die angestammte Bevölkerung in die Ghettos an den Stadtrand. Die Innenstadt bleibt dem neuen und alten Geldadel vorbehalten. Für Familien, Alleinerziehende, Alte, Kinder und Studenten soll hier kein Platz mehr sein. Die gleichgeschaltete Gesellschaft soll nur noch konsumieren und funktionieren. Es gibt keinen Raum mehr für Kreativität und Anderssein. Ein kritischer Dialog ist nicht erwünscht. Wer anders ist gehört nicht mehr ins Viertel, wer nicht in die schöne neue Welt paßt muß gehen.
“Wer anders ist gehört nicht mehr ins Viertel, wer nicht in die schöne neue Welt paßt muß gehen.”
Danke. Besser hätt ich´s auch nicht sagen können. Aber anders als ihr meint. Das passt genau auf euer Selbstverständnis. Wir sind weder weder DINK, noch Yuppie, noch Sallier-Fan, sondern nur dröge Anwohner. Nur Menschen mit Schlafbedürfnis. Deshalb suchen wir schon, wohin wir gehen können, falls ihr bleibt, so leid es uns tut, denn ihr baut im Winter gute Schneemänner.
Ein Tipp zum Schluss : Arbeitet mal an eurer Akzeptanz durch die Anwohner.
Spätschäden des Bergbaus können weitreichende Folgen haben. Hoffen wir mal, das sich der Salzabbau nicht ganz so schwerwiegend auswirkt wie just in Halberstedt http://www.mdr.de/nachrichten/6534444-11.html#anker-inhalt …
Pingback: kein platz für sallier! #frommebastion « wie jetzt?!
Pingback: Gerlinde und Hermann « wie jetzt?!
… selbst bei uns in der Hindenburgstr fallen bald die Steine aus dem Sturz der Haustür und des Fensters im 1. Stock darüber. Wehe dem, der gerade aus der Tür kommt. Immer neue Risse überall, Wohnungstüren passen durch die Senkung nicht mehr in die Zargen, so dass ich sie aushängen musste.
Wer zahlt mir eigentlich die dadurch entstehenden Mehr-Heizkosten?
Zum Kotzen ….
Wahnsinn! Das hätte ich niemals gedacht
Gentrifizierung ? Die geht auch in die andere Richtung, nämlich in eure, das sollte euch doch freuen. Ganz großes Kino. Vielen Dank in diesem Sinne für das Feiern am Sonntag dem 22.5. bis nach 23 Uhr bei schöner Goa-Trance-Musik in ungeahnter Lautstärke, die euch ständig benachteiligende Lüneburger Verwaltung hat das ja genehmigt. Selbstverständlich nehmen wir miesen Spießer das hin und haben gerne unseren Schlaf trotz geschlossener Fenster bei ziemlich warmen Temperaturen geopfert. Wir sind es ja nicht wert, und dass wir am nächsten Morgen vor 5 aufstehen müssen, ist ja nur unsere Schuld, Spießer und lebensunwerte Faschisten, die wir in euren Augen ja wohl sind. Wir sehen´s natürlich ein und ziehen weg, Gentrifizierung für euch: 1 : 0 . Glückwunsch.