Landeszeitung vom Mai 09 mit Antwort von OB Mädge

In dem Artikel vom 25.05.09 fehlen die wesentlichen Informationen über die geologischen Risikogebiete. Die Frommestraße befindet sich am Rande der „Toplage“ für zukünftige Immobilien. Das ist, aus unserer Sicht,  zumindest irreführend. Im Leserbrief vom 15.05.09 wird klar gestellt, dass die Aussichten für Hausbesitzer keineswegs so rosig sind. Daneben finden Sie  das Antwortschreiben von Herrn OB Mädge an Fr. Eggeling von der Interessengemeinschaft Ochtmisser Kirchsteig, Lauensteinstr. Schomakerstr.

LZ_25_05_09 LZ_15_05_09 Antwort Mädge

Die Karte oben wurde von uns ergänzt durch den Hinweis auf die Frommestraße.

Eine nähere Erläuterung des geologischen Risikos finden Sie hier: Baugrund

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4 Antworten zu “Landeszeitung vom Mai 09 mit Antwort von OB Mädge

  1. Rosige Aussichten für Hausbesitzer mag ja sein, aber wer haftet, wenn doch mal etwas passiert, wie es im gesamten Lüneburger Senkungsgebiet seit Jahrhunderten geschehen ist und aktuell am Ochtmisser Kirchsteig passiert. Dann ist das Risiko – sogar das eines wirtschaftlichen Totalverlustes – einzig und allein bei den Eigentümern. Keine Versicherung ist bereit solche Risiken, wie sie in Lüneburg bestehen, zu versichern. Ob man dann noch von rosigen Aussichten sprechen kann, wage ich zu bezweifeln.

  2. Es ist schon traurig genug, daß man sich heutzutage nicht mehr auf die althergebrachten Medien allein verlassen kann. Ohne die Neuen Medien würden viele Bürger weiterhin für doof verkauft und von vielen wichtigen Informationen abgeschnitten sein. Dieser Blog hilft die Aufklärungsarbeit um das Lüneburger Senkungsgebiet einer breiten Öffentlichkeit gut recherchiert und leicht verständlich darzustellen. Ich wünsche mir eine größtmögliche Verbreitung dieser Inhalte und drücke euch für eure zukünftige Arbeit weiterhin die Daumen.

  3. Vorsicht ist geboten! Die alte Hansestadt Lüneburg wurde über einem Salzstock errichtet, der über 1000 Jahre zunächst von der Saline und bis heute vom Spaßbad Salü ausgebeutet wird. Durch die Ablaugung des Salzstocks, der teilweise nur 40 m unter Erdniveau ansteht entstehen untertage riesige Hohlräume, welche nach und nach einstürzen. An der Erdoberfläche kommt es als Folge zu starken Einbrüchen und Verwerfungen. Über tausend Häuser mußten hier schon abgebrochen werden und ein Ende ist nicht in Sicht. Das prominenteste Senkungsopfer ist die St. Lambertikirche, die 1860/61 abgebrochen werden mußte. Die jüngsten Senkungsopfer sind die Häuser am Ochtmisser Kirchsteig. Die Eigentümer wurden nicht entschädigt. Wissenschaftlich sind die Vorgänge und Zusammenhänge nie erforscht worden, um keinen Schuldigen nennen zu müssen, der in der Schadenersatzpflicht wäre. Die genauen Zusammenhänge zwischen geologischen Formationen, Grundwasserströmungen, Regenwassereintritt und Abpumpen der Sohle sind nicht bekannt. Im sog. Lüneburger Senkungsgebiet kann es jeden treffen. Die in der Karte rot gekennzeichneten Flächen der Innenstadt sind keine Topplage, sondern Senkungsgebiet! Also, Vorsicht ist geboten!

  4. Ist die Stadt nicht verpflichtet über Gefahren im Untergrund zu warnen, wenigstens zu informieren? Da kann sich dann jeder potenzielle Käufer selber ein Bild machen und abwägen, ob er das Risiko im Senkungsgebiet zu kaufen oder zu bauen eingehen will.

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